So möchte die Opposition das heiße Eisen Grundsicherung schmieden

Offenbar möchten zuständige politische Entscheider die Regelungen der Grundsicherung unverändert lassen. Damit bleiben 14,5 Millionen Menschen in Deutschland auch weiterhin von staatlicher Unterstützung abhängig, werden häufiger krank und sterben früher. Dazu zählen viele Kinder und Rentner. Oft wiederholt sich die sogenannte „finanzielle Abwärtsspirale“ von den Eltern auf die Kinder. Denn ihnen fehlt immer noch eine tatkräftige Lobby.

Einzelne Oppositionsparteien, wie zum Beispiel DIE LINKE. und Bündnis90/Die Grünen bringen inzwischen gute Verbesserungsvorschläge, die den Bedürftigen mehr Luft im Alltag gäben. Ihre konkret durchdachten Lösungen setzen wichtige Akzente, um die Grundsicherung zu sanieren. Inwieweit ihre Ideen allerdings finanziell realisierbar sind, steht auf einem anderen Blatt und hängt natürlich maßgeblich ab von politischen Entwicklungen und Entscheidungen.

Gerechte Lösungen?_R_K_B_by_ediathome_pixelio.d
Gerechte Lösungen?_R_K_B_by_ediathome_pixelio.de

So schlagen zum Beispiel DIE LINKEN eine Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro und eine Mindestsicherung von 1.050 Euro monatlich vor. Gleichzeitig fordern sie eine Abschaffung von Hartz IV sowie ein Verbot der Leiharbeit. Aber auch kostenlose Kitaplätze für Geringverdiener oder Alleinerziehende sind im Gespräch.

Das Programm von Bündnis90/Die Grünen setzt auf eine gerechtere finanzielle Familienförderung und auf die sogenannte „Grüne Grundsicherung“. So spricht sich die Partei zum Beispiel gegen eine Anrechnung des Kindergelds auf die staatliche Unterstützung aus und möchte mit dem sogenannten „Grünen Familienbudget“ Kinderarmut verhindern.

Mit einem Reformpaket von 12 Milliarden Euro sollen Familien und Alleinerziehende wirksam entlastet werden. Dabei strebt Bündnis90/Die Grünen eine finanzielle Gleichstellung aller Familien durch eine sogenannte „Kindergrundsicherung“ und einem „Kindergeldbonus“ an. Die sogenannte „Grüne Garantierente“ verfolgt schließlich das Ziel, ältere Menschen vor Altersarmut zu bewahren.

Sehr treffend schreibt Bündnis90/Die Grünen auf seiner Website:

„Für einen wohlhabenden Staat wie Deutschland ist es beschämend, wenn Erwerbsarbeit und Rente nicht mehr zum Leben reichen und Familien dauerhaft nur das Nötigste haben.“

© Paul Bock

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s