Dossier zum Rauchen

Dossier zum Rauchen

E-Zigaretten dampfen und schädigen die Gefäße

E-Zigaretten liegen im Trend

Rauchen Sie? Genießen Sie zum Beispiel den aromatischen Geruch von Zigarillos oder Zigarren? Genießen Sie dabei das Prickeln im Mund und Rachen? Sie wissen, was ich meine.

E-Zigaretten habe ich allerdings bisher noch nicht geraucht. Aktuellen Pressemeldungen zufolge führte der Genuss dieser Zigaretten in den USA offenbar zu zahlreichen Erkrankungen. Nähere Untersuchungen ergaben den Verdacht auf eine neue Lungenkrankheit, die nur bei Konsumenten von E-Zigaretten auftritt.

Tabak verbrennen oder Flüssigkeit erhitzen?

Wer nach altbekannter Methode Glimmstängel oder Pfeife entzündet, atmet Rauch ein. Er „raucht“. Dabei nehmen Konsumenten neben Nikotin noch unzählige weitere giftige Stoffe auf, die ihrer Gesundheit schaden. Eine Tatsache, die schon nach kurzer Zeit zur Sucht führt.

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Doktor_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de

Entscheiden sich „Raucher/innen“, auf E-Zigaretten umzusteigen, erhitzen sie aromatisierte Flüssigkeiten via Akku und verdampfen sie. Vorher versetzen sie die Flüssigkeiten mit sogenannten „Liquids“, also Aromastoffen, die sie sich manchmal auch selbst herstellen. So schaffen sie sich ihre persönliche Duftnote.

Inzwischen bietet der Rauchwarenhandel ein breites Angebot an fertigen Liquids an. Die Vielfalt kennt hier ebenso wenig Grenzen wie im Tabakbereich. Beim „Dampfen“ inhalieren die Verbraucher also Dampf verschiedenster Geruchsnoten. Natürlich nehmen sie dabei in der Regel auch Nikotin auf. Es gibt aber auch Produkte ohne dieses Nervengift.

Lösen E-Zigaretten noch unbekannte Lungenkrankheit aus?

Inwieweit Liquiddämpfe aus elektronischen Zigaretten weniger Schadstoffe enthalten und vielleicht sogar dazu führen, die lästige Rauchsucht zu beenden, bleibt bis heute eine offene Frage.

Weltweit erobern E-Zigaretten die Märkte und die Umsätze steigen. Besonders Jugendliche und jüngere Erwachsene steigen auf E-Zigaretten um. Allerdings lösen offenbar E-Zigaretten ernste Krankheiten aus. So liegen inzwischen zahlreiche Patienten in den USA wegen einer noch unbekannten Lungenkrankheit im Krankenhaus. Da sie alle E-Zigaretten konsumierten, vermuten die behandelten Ärzte hier die Ursache ihrer Beschwerden. Welche gesundheitlichen Folgen sich zeigen, wenn Verbraucher über Jahre hinweg „dampfen“, bleibt noch völlig ungeklärt. Die medizinischen Untersuchungen stehen noch am Anfang.

Tabakblüten_R_K_B_by_Annamartha_pixelio.de
Tabakblüten_R_K_B_by_Annamartha_pixelio.de

Vorsicht bei Brustschmerzen, kurzem Atem, Husten, Übelkeit und Durchfall 

Die noch nicht klassifizierte Lungenkrankheit zeigt sich in erster Linie durch Husten, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, manchmal auch durch Übelkeit und Durchfall. Fachleuten zufolge handelt es sich dabei aber um keine Infektionskrankheit.

Wie Studien ergeben, setzen sich beim „Dampfen“ neben Schadsubstanzen sogenannte „freie Radikale“ frei, die auch Krebs verursachen. Dazu kommt, dass im Liquid versetzte Aromastoffe auf die Gesundheit ebenso abträglich wirken. Wissenschaftler stellten fest, dass sogar ohne Nikotingenuss Aromen die Wandzellen im Blutgefäßbereich schädigen. An dieser Stelle empfehle ich Ihnen den Beitrag aus scinexx weiter unten „E-Zigaretten schaden den Gefäßen“.

Weiterführende Artikel zum Thema für Sie:

„Schlimmer Verdacht in den USA – Lösen E-Zigaretten mysteriöse neue Lungenkrankheit aus?

scinexx: „E-Zigaretten schaden den Gefäßen“

Spektrum.de: „Wie schädlich sich E-Zigaretten wirklich?“

Spektrum.de: „Rauchen“

scinexx: „E-Zigaretten – Gefährliche Verdampfer?“

 

Auch wenn Sie rauchen oder dampfen – bleiben Sie bitte weiterhin gesund und kritisch!

 

© Paul Bock

Verkauf von E-Zigaretten gesunken

Bisher keine „Dampfer“ in Deutschland betroffen

Obwohl bisher offenbar noch keine „Dampfer“ in Deutschland gesundheitliche Beschwerden erleiden, sinken die Verkaufszahlen von E-Zigaretten erheblich. So gaben 600 Händler, die diese Zigaretten anbieten, in einer Umfrage an, dass mehr als 50 % der Geschäfte mit diesen Produkten weniger Umsatz machen.

Ursache für den neuen Trend seien in erster Linie die Vorfälle in Amerika, bei denen zahlreiche „Dampfer“ in Intensivstationen landeten. Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC berichtet, starben durch die Verwendung elektronischer Zigaretten bisher 34 Menschen. In Massachusets ist der Gebrauch von E-Zigaretten inzwischen verboten.

Mehr zum Thema E-Zigaretten erfahren Sie gleich hier …

Europäische Inhaltsstoffe unterliegen strengen Regeln

Abgekoppelt vom europäischen Markt für elektronische Zigaretten und Liquids hat die Europäische Union eigene Regeln erlassen, um „Dampfer“ gut vor Gesundheitsschäden zu schützen. Trotzdem macht sich nun auch in Europa ein Klima der Vorsicht und Angst im Umgang mit E-Zigaretten breit. Offenbar kehren nun wieder zahlreiche „Dampfer“ zu Tabakzigaretten zurück.

Lesen Sie aktuell mehr dazu in Zeit Online und der Frankfurter Allgemeinen:

„Umsatz mit E-Zigaretten bricht ein“

„Angst vor dem Dampf aus der E-Zigarette wächst“

 

© Paul Bock