5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt soziale Schieflage

5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt soziale Schieflage

Die sogenannte Armutsgefährdungsquote (EU-SILC) zeigt, dass die Zahl der Menschen in Deutschland, die von Grundsicherung leben müssen, zwischen 2006 und 2017 stagniert. Dabei definiert die europaweite Erhebung „Leben in Europa“ die Quote folgendermaßen:

Alle Menschen, deren „Einkommen unter 60% des Durchschnittseinkommens liegt, gelten als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.“

Oma ruht sich aus_R_K_by_Viktor Schwabenland_pixelio.de
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Der deutsche Quotenwert liegt nach wie vor bei ca. 8 Millionen Menschen. Dabei zählen im Kern Hartz IV-, Asyl- und Sozialhile-Empfänger dazu. Vor dem Hintergrund unserer florierenden Wirtschaft und der propagierten sogenannten „schwarzen Null“ im Bundeshaushalt stimmt diese Tatsache bedenklich.

Die Fakten zeigen sich deutlich im 706 Seiten umfassenden „5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung“ . Die 48-seitige Kurzfassung im pdf-Format finden Sie hier. Zahlen und Erhebungen fußen auf dem Jahr 2017.

Auswertung des Armuts- und Reichtumsberichts - copyright Bernd Kasper pixelio.de
Auswertung des Armuts- und Reichtumsberichts – copyright Bernd Kasper pixelio.de

> Zitat aus dem Bericht (Kurzfassung, Seite 5): „Der Anteil der Menschen, die materiellen Entbehrungen ausgesetzt sind, lag stabil auf einem niedrigen Niveau mit einem Rückgang am aktuellen Rand. Demgegenüber lag der Anteil derjenigen, die wegen eines vergleichsweise niedrigen Einkommens als armutsgefährdet gelten, in den vergangenen Jahren etwa auf gleichem Niveau und hat sich zuletzt allenfalls leicht erhöht. Steuer- und Sozialtransfers reduzieren das Armutsrisiko vor allem von Kindern und jungen Erwachsenen bis 24 Jahre, Alleinerziehenden und Arbeitslosen erheblich, teilweise um die Hälfte. Bezogen auf die Bevölkerung insgesamt beträgt die Reduktion rund ein Drittel.“

© Paul Bock

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